Mit dem Rad das römische Welterbe im Rheinland erfahren

Mit dem Fahrrad den Niedergermanischen Limes erkunden – das kann man seit
Ende letzten Jahres entlang einer eigens ausgeschilderten Route tun. Finanziert durch das Ministerium
für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat das LVR-Amt für
Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) gemeinsam mit den jeweiligen Kommunen die Route
erarbeiten und ausweisen lassen.

Die Radroute entlang der Welterbeplätze ist mit entsprechenden Schildern ausgewiesen, wie hier im Bonner Kottenforst. Copyright: Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Auf einer Gesamtlänge von 479 Kilometern erstreckt sich die „Radroute Niedergermanischer Limes“
entlang des Rheins. Sie verbindet die 24 Fundplätze dieser Welterbestätte in NRW sowie Remagen in
Rheinland-Pfalz und basiert weitestgehend auf dem bereits bestehenden Radwegenetz. Darüber
hinaus gibt es aber auch circa 60 Kilometer an neuen Wegeführungen. Spezielle Stich- und
Schleifenrouten erschließen auch abgelegenere Plätze. „Wir wollen auf diese Weise eine weitere
Möglichkeit schaffen, das Welterbe erfahrbar zu machen – im wahrsten Sinne des Wortes“, führt Dr.
Erich Claßen an, Leiter des LVR-ABR. „Dabei war es uns wichtig auch eine Verbindung zu bereits
bestehenden Routen herzustellen.“ Im Norden knüpft der Radweg an die niederländische Limesroute
an sowie nach Osten an die Römer-Lippe-Route. Südlich von Remagen schließt die Route an den
Deutschen Limes-Radweg ab Bad Breisig/Rheinbrohl an.

Ein Überblick der Gesamtroute entlang des Niedergermanischen Limes im Rheinland. Copyright: Matthias Angenendt, Jasmin Anilgan/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Insgesamt weisen knapp 1.700 Schilder den Weg. Die durchgehende, einheitliche Wegweisung nach
den offiziellen Richtlinien weist speziell das UNESCO-Welterbe aus. Ein dreifarbiges Leitsystem mit dem
Logo der Welterbestätte zeigt darüber hinaus noch drei Themenrouten an: Blaue Schilder
kennzeichnen die Hauptroute, rote Schilder die Alternativrouten und schwarze Schilder die speziellen
Routen zu den Fundorten.

Die Radroute ist im Radroutenplaner NRW integriert und dort aufrufbar. Ein erstes Online-Angebot
findet sich auch im LVR-Portal ClickRhein, das künftig noch weiter ausgebaut wird. Außerdem befindet
sich derzeit ein begleitender Radführer in Vorbereitung.

Salve
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