Salve im Römergarten: Eine Zeitreise für die Sinne
Ab dem 16. April 2026 auf der Landesgartenschau Neuss Wussten Sie, dass der Apfel, die Kirsche und sogar die Rose erst durch die Römer den Weg in unsere Gärten fanden? Als die römischen Legionen vor 2.000 Jahren das Rheinland besiedelten, brachten sie nicht nur ihre Kultur, sondern auch ein unglaubliches botanisches Wissen und eine Vielzahl mediterraner Pflanzen mit.
Rot, rechteckig, gläsern und rundum informativ: Das neue Welterbe-Informationszentrum zum Niedergermanischen Limes ist eröffnet.
Was ist der Niedergermanische Limes überhaupt? Was macht seine einzelnen Bestandteile und das Welterbe als Ganzes aus? Die Antworten darauf und noch viel mehr gibt das neue Infozentrum mit anschaulichen und interaktiven Elementen.
Über Medienstationen kann Wissenswertes rund um den Niedergermanischen Limes abgerufen werden. Eine riesige Karte verdeutlicht darüber hinaus die Dimensionen der Welterbestätte. Auch von außen können Informationen per Handy über einen QR-Code abgerufen werden. Das Informationszentrum ist ein gläserner Quader, der den Menschen niederschwellig das UNESCO-Welterbe näherbringen soll und das möglichst barrierefrei: Die Texte sind auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und in Leichter Sprache. Eine Rampe ermöglicht einen ebenerdigen Zugang. Zusätzlich liegen einzelne Texte der Infos an den Wänden zum in die Hand nehmen aus. Über einen Monitor können digitale Infos auch von außen mit dem eigenen Handy aufgerufen werden.
Das Informationszentrum ist Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr für alle Interessierten geöffnet und kann bis 11. Oktober 2026 auf der Landesgartenschau in Neuss besucht werden, bevor es dann die Reise durch die beteiligten Gemeinden, Städte und Kreise antritt.
Was zeichnet das UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“ aus? Welche Fundplätze gehören dazu? Wo liegen sie? Was macht sie so besonders? Einen Überblick über die UNESCO-Welterbestätte und ihre 44 Fundplätze in den Niederlanden und Deutschland bietet nun auf 36 Seiten eine handliche Broschüre mit zahlreichen Bildern. Sie steht kostenfrei zum Herunterladen bereit.
Über 400 Kilometer erstreckte sich die römische Grenze in der Provinz Niedergermanien entlang des Rheins. Sie reichte von Remagen im heutigen Rheinland-Pfalz bis nach Katwijk in den Niederlanden, wo der Rhein in die Nordsee mündet.
Die dynamische Karte der „Cross cultural timeline“ (CCT), die Sie auf allen Geräten nutzen können, zeigt anhand informativer Texte und Bilder die archäologischen Hinterlassenschaften von 50 v. Chr. bis 500 n. Chr. und gibt so Einblicke und zahlreiche Hintergrundinformationen in die wechselvolle Geschichte des Niedergermanischen Limes.
Entdecken Sie militärische Plätze, zivile Siedlungen und Kultorte, die über die Felder „Geschichten“ und „historische Ereignisse“ miteinander verbunden sind. Verfolgen Sie den Vorstoß der römischen Truppen entlang der Lippe, den Ausbau des Limes mit Legionsstandorten und Kastellen, das Ende der römischen Militärpräsenz am Rhein und vieles mehr!
Die archäologischen Ausgrabungen der vergangenen 150 Jahre am Niedergermanischen Limes haben eine große Zahl einzigartiger archäologischer Funde ans Licht gebracht. In den feuchten Böden am Rhein überdauerten auch viele Objekte aus organischen Materialien, wie Holz und Leder, die Zeit.
Das Buch LIMES TOP 100 FUNDE stellt eine Auswahl von einhundert besonderen Objekten vor, die einen Einblick in die bewegte, mehr als 450-jährige Geschichte des Lebens am Niedergermanischen Limes erlauben.
Weitere Infos (Nünnerich-Asmus Verlag)
Das Reiterkastell von Dormagen – das römische Durnomagus – gehört zum UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“. An drei Orten im Stadtgebiet ist das römische Erbe nun hautnah erfahrbar. Im Historischen Rathaus der Stadt hat die neue Dauerausstellung zum UNESCO-Welterbe ihre Türen geöffnet. Zwischen Rathaus und Bürgeramt befindet sich mit dem Römergarten ein Ausstellungsort, der jederzeit zugänglich und als historischer Lern- und Begegnungsort ein Angebot für die ganze Familie ist. Neugestaltet ist auch der Ausstellungsraum im „Römerkeller“ an der Kirche St. Michael.